Mobbing und Demütigung im Basketball

April 15, 2019

Wie derzeit aktuell das Thema Übergriffe im Sport diskutiert wird, so finden wir auch im österreichischen Spitzenbasketball Mobbing und Demütigung vor, wie dazu als Beispiel bloß das  soziale Schneiden eines Mitspielers, die Nötigung von Spielern, das Ignorieren von Spielern durch den Coach, u.a.m.
Leider gibt es Coaches, die ihre ihnen unterstellten Spieler sowohl sportlich als auch sozial ignorieren, sie nötigen, in Trainings und bei Wettspielen anwesend zu sein, dann sie zwingend die Spielerbank nur hüten lassen. Nachwuchsförderung ist für sie ein Fremdwort,  hysterisches Herumgehüpfe entlang der Outlinie soll Engagement vortäuschen, Grundbegriffe des Coachens kennen sie nicht, sie wollen mit ständigen Anschuldigungen ihre  falschen Coachentscheidungen rechtfertigen. Gekritzel auf dem Coachboard erhebt den Anschein genialer Strategie, am Spielfeld geschieht dann dennoch anderes als aufgezeichnet.

Dennoch werden solche Coaches sogar geehrt bis verehrt, obwohl sie Spieler manipulieren und demütigen. Eine Rangreihung guten Coachings enthält
1. Kenntnisse der Sportpsychologie, Gespür für die Situation, für Spieler und für Schiedsrichter
2. Kenntnisse der Basketballregeln, wie z.B. Fouls, Wechsel, Auszeit, und anderes mehr…
3. Strategie und Taktik, Handhabung des Coachboards, sprachliche Kompetenz, u.a.m…
4. Verhalten bei unerwarteten Vorfällen, Verletzungen
5. Considerierendes Verhalten außerhalb des Basketballsports
 

Zudem fehlt es scheinbar in Österreich auch sehr am Coaching des Coaches, der dadurch kurzfristig tun und machen kann, was er will, bis es mittelfristig dann zu spät ist. Hier ist das Management einer Mannschaft in die Pflicht zu nehmen, das sich hierum vorab mehr kümmern muss!

12 Werkzeuge eines Coaches:

+ strategische Planung (Einsatz der linken Großhirnhemisphäre)
+ situative Entscheidung (Einsatz der rechten Großhirnhemisphäre)
+ Scouting (Spiel und Spielerbeobachtung; zB. von Videos, Statistiken)

+ StartingFive und Wechseltaktik (z.B. 3er Wechselrotation, Spielerförderung)
+ Angriffs- und Verteidigungsstaktiken
+ Auszeittaktik (u.a. in den beiden letzten Spielminuten)
+ FinalFive-Taktik (oft vernachlässigt!)
+ Dosierung des eigenen emotionalen Engagements
+ intrinsisch, Gespür und Entscheidung von innen herauskommend
+ extrinsisch, Berufung auf Statistiken, Vereinsvorgaben, öffentliche Meinung, u.s.w.
+ Pro/Contra-Verhalten zum Spieler und zum Schiedsrichter
+ Coachboard
 

Soziometrische Interaktionen in Basketballmannschaften
Dr. Heinz Gaisrucker
 

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